Am Ende des Tages ist eine Impfpflicht für Pflegekräfte das beste Argument für eine Denkpflicht für Politike r.

13 Jan

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwägt eine Impfpflicht für Pflegekräfte. Sinnvoller wäre wohl eine Denkpflicht für Politiker.
Wer Pflegekräften mit einer Corona-Impfpflicht droht, wird einen noch schlimmeren Pflegenotstand ernten. Das muss jedem vernünftigen Menschen klar sein. Wenn Söder nicht auf diese Konsequenz als Folge seines Geplappers kommt, dann denkt er offenbar nicht weiter als bis zu seiner eigenen Nasenspitze.#
Doch das ist CSU-Politikern leider meist gemein: Sie denken zuallererst an ire eigene Macht, dann an Bayern, dann an die CSU und dann vielleicht noch an irgendwelche anderen Dinge. Sehr weit denken viele von ihnen jedenfalls nicht.
Das beweist Söders Vorschlag auf anschauliche Weise. Er hat ihn sich zwar ausgedacht, aber er hat ihn nicht wirklich bis zum Ende ausgedacht.
Eine „Impfpflicht für Pflegekräfte“ wird wohl niemanden dazu bewegen, in der Pflege zu arbeiten. Wer will schon seine Gesundheit ohne Not einer Verpflichtung aussetzen, die er leicht umgehen kann. Je mehr Pflichten für Pflegekräfte, desto weniger Pflegepersonal!
Eine Denkpflicht für Politiker hingegen hätte garantiert viele gute Auswirkungen. Endlich täten die machtgierigen Selbstdarsteller einmal das, was sie sonst immer nur behaupten. Vor allem aber müssten sie ihre Zeit endlich einmal mit etwas Wichtigem verbringen statt sie an eitle Selbstinszenierung zu verschwenden.
Allerdings gibt es bei dieser Forderung ein gravierendes Problem: Wie kann man eine ‚Denkpflicht überprüfen? Wie erkennt man, ob jemand denkt oder nur so tut?
Die einzige Kontrolle können die Ergebnisse liefern. Söders Vorschlag jedenfalls ist so unausgereift, dass man daran deutlich erkennt, dass er ihn nicht zu Ende gedacht hat.

%d Bloggern gefällt das: