Am Ende des Tages brennt es überall lichterloh.

19 Jan

Unser Haus brennt. Wir versuchen, das Feuer mit Wasser aus Eimern zu löschen. Wo bleibt nur die Feuerwehr?
Am Ende der Straße sehe ich Rauchschwaden. Das Haus dort brennt auch. Wo bleibt nur die Feuerwehr?
Im Radio höre ich, dass am entlegensten Ende der Stadt ein Krankenhaus in Flammen steht. Mehrere Löschzüge sind dort im Einsatz. Darum also kommt die Feuerwehr nicht.
Im Radio klagt die Leiterin der Kunsthalle über einen Wasserrohrbruch. Zornig verlangt sie das sofortige Eintreffen der Feuerwehr. Könnte diese Egozentrikerin nicht vielleicht auch einen Klempner rufen?
Es gibt einfach zuwenig Feuerwehrautos und Feuerwehrleute. Dabei ist der Klimawandel längst in aller Munde. Die Verantwortlichen hätten genügend Zeit gehabt, mehr Löschfahrzeuge anzuschaffen und mehr Feuerwehrleute einzustellen.
Doch der Klimawandel ist ein weltweites Problem. Nicht nur unsere Stadt, unsere Region, unser Land und unser Kontinent benötigt dringend mehr Schutz; auch in Afrika, Asien und Lateinamerika leiden die Leute unter der Klimakatastrophe.
Doch die neoliberalen Geizkragen haben den Staat und die Sozialsysteme kaputtgespart. Die Feuerwehr war ihnen nur wichtig als Institution zum Schutz ihrer Fabrikanlagen. Zum Schutz vor Waldbränden haben sie sie nicht ausgerüstet.
Das Virus des Neoliberalismus hat vieles zerstört. Alle denken immer nur an sich und selten oder nie an andere. Diese mörderische Pandemie hat in der ganzen Welt schon viel zu lange gewütet und die Überlebenschancen der Menschheit massiv beschädigt.

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