Am Ende des Tages sind wir alle nur arme Würstchen auf dem Abholzkohlegrill.

4 Okt

Wir sind alle arme kleine Würstchen. Wir werden gegrillt und dabei völlig verkohlt.
Während uns die Säfte aus allen Poren fließen, legen die Betreiber des Grills noch mal Kohle nach. Sie hauen den Hambacher Forst zu Klump und machen Kohle daraus. Nichts interessieert sie außer der Kohle, die sie mit dieser Kohle machen.
„Braunkohle“ nennt man diese Kohle wahrscheinlich, weil die Farbe des Faschismus braun ist. „Faschismus“ ist, wenn alle einem „Führer“ hinterherrennen und darauf brennen, ihr Leben für ihn zu geben. „Faschismus“ ist, wenn Tausende und Millionen ermordet werden um der angeblich „gerächten“ Sache willen, die in Wirklichkeit nur die ideologisch verblendete Arroganz eitler Rassisten widerspiegelt.
Aber was wollen wir armen Würstchen denn? Wir sind doch noch grün hinter den Ohren; und grün ist unsere Gesinnung.
Grün ist die Farbe der Blätter und Gräser, die sich sanft im Frühlingswind wiegen. Grün ist die Farbe der Hoffnung. Diese Hoffnung brauchen wir armen Würstchen jetzt dringend, damit die Kohle-Lobby und die neoliberale Mafia uns nicht bald in gnadenloser Gier zu zerbrechender Holzkohle grillt.

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