Am Ende des Tages kriegt der Deckel-Dackel hoffentlich bald eins auf den Deckel.

20 Nov

Mir spahnt Schweckliches. Der Gemundheizminister weiß mal wieder alles besser.
Als Jens feststellen musste, dass er sein Amt nur noch geschwätzführend ausüben kann, hat er sofort die Chance ergriffen, seinem Nachfolger ein dickes Ei ins Nest zu legen: Er hat die „Epidemische Lage von nationaler Tragweite“ verbal zu Grabe getragen, um sich so mit einem Paukenschlag in die Opposition zu verabschieden. Der FDP hat er damit eine rechte Steilvorlage geliefert.
Nachdem die Herstellerfirma ihm untersagt hatte, den Impfstoff von „Moderna“ nach Afrika zu verschenken, hat er nun angekündigt, er werde die Impfärzte zur Verabreichung dieses Produkts zwingen. Dazu möchte Spahn die Bestellmengen von BioNTech auf 30 Dosen pro Woche und Arzt begrenzen.
Für Hausärzte ist das ein echtes Kuckucksei: Im Gegensatz zu BioNTech verpackt Moderna seinen Impfstoff in Portionen zu 20 Dosen. Die muss ein Arzt, der die Packung angebrochen hat, schnell aufbrauchen, bevor die Kühlung verlorengeht.
Zudem mögen Ärztinnen und Ärzte das amerikanische Produkt noch so unentwegt wie sauer Bier anbieten, kann jede Person letztlich selbst entscheiden, welchem Impfstoff sie ihre Zustimmung erteilt. Ohne Zustimmung gibt´s keine Impfung und ohne massenhafte Impfungen keine Entspannung bei den galoppierenden Inzidenzen. Auch wenn der Name noch so modern klingen mag, mögen die Deutschen den Impfstoff aus Marburger Produktion offenbar sehr viel eher als den aus den USA.
Aber Jens macht unentwegt weiter mit seiner Zerspahnungstechnik: Wenn demnächst eine Ampel im Kanzleramt aufleuchtet, dann sollen es deren große und kleine Lichter nicht besser haben als Jens der Schreckliche. Wenn er sich schon darauf einstellen muss, seine Freunde und die Lebensgefährten seiner Berater nicht mehr mit Jobs und sich selber nur noch erheblich schwerer mit einem günstigen Eigenheim versorgen zu können, dann sollen die neuen Koalitionäre es auch recht schwer haben.
Menschenleben sind da nur zweitrangig. Wenn Moderna den Weitertransport des bereits bezahlten Impfstoffs nach Afrika unterbindet, dann kann diese Firma nicht ernsthaft behaupten, sich für das Wohl der Menschen einzusetzen. Aus diesem Grund kann man es auch niemandem verübeln, dass er BioNTech bevorzugt.
Spahn ist zwar bereits abgewählt, aber seine Querschüsse im Ministerium sind noch nicht jenslich abgestellt. Man kann nur hoffen, dass dieser Minister bald dahin verschwindet, wo er keinen Schaden mehr anrichten kann: Nach Nordrhein-Pestfalen könnte er sicherlich gut gehen, um dort die nächste Pandemie ebenso wirkungslos zu bbekämpfen wie die jetzige.

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