Am Ende des Tages ist Boris Johnson doch ein prima Premierminister!

16 Jan

Boris Johnson ist wirklich ein prima Premierminister. Seiner Wählerschaft führt er eindrucksvoll vor, wie ein gutes Leben in der Pandemie aussieht.
Während Corona die Freiheiten in England immer enger zusammenschrumpfen lässt, nimmt sich Johnson die Freiheit, an seinem Amtssitz jede Woche eine Party zu veranstalten. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprechen dabei reichlich dem Alkohol zu. Den brauchen sie auch, um ihn und seine Politik zu ertragen!
Mit der Wahrheit nimmt Johnson es nämlich nicht ganz so genau. Schon vor der Brexit-Kampagne hat er als Korrespondent beim EU-Parlament in Brüssel geübt, wie man die Wahrheit so verdreht, dass die Menschen sie einem abnehmen. Bei der Brexit-Kampagne hat er das dann zur Perfektion vollendet.
Auch seine Versprechen zum Vertragswerk mit der EU waren eher Versprecher als valide Versprechen. Mit Corona ist er anfangs auch so umgegangen wie viele Corona-Leugner in anderen Ländern: Er wollte die sogenannte „Herdenimmunität“ durch massenhafte Ansteckungen erreichen!
Erst nachdem er sich selber angesteckt hatte, hat er seinen katastrophalen Kurs geändert. Doch das Londoner „Partygate“ zeigt, dass er das Virus und seine Gefährlichkeit immer noch verharmlost. Zudem verhöhnt er all jene, die wegen des Lockdowns nicht einmal ihre sterbenden Angehörigen am Totenbett besuchen durften.
Johnson ist wirklich ein prima Premierminister: Er führt den Briten deutlich vor Augen, wie wichtig Demokratie ist und wie überaus wichtig dabei auch ist, wen man wählt! Ein notorischer Lügner und Partylöwe in Number 10 Downing Street ist vermutlich die beste Mahnung, sein Wahlrecht ernst und Kandidierende genauer unter die Lupe zu nehmen.

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