Am Ende des Tages redet sich Christian Lindner um Kopf und Kragen.

8 Aug

Eine „Gratismentalität“ wirft Christian Lindner den Befürwortern des 9-Euro-Tickets vor. Damit plappert sich der FDP-Finanzminister um Kopf und Kragen.
Boshafte Zeitgenossinnen fragen sich, ob Lindner überhaupt einen Kopf hat und wozu er ihn benutzt. Seine xenophoben Äußerungen zu möglichen „Terroristen in der Bäckerschlange“ zeugen ebensowenig von Klugheit wie sein frauenfeindlicher Altmännerwitz über die frühere FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg. Heinz Erhardt könnte Lindner gemeint haben, als er bemerkte, dass manche Menschen ihren Kopf nur haben, „damit sie das Stroh nicht auf Händen umhertragen müssen“.
Offenbar hat Lindner noch nicht verstanden, dass ein günstiger öffentlicher Personennahverkehr nicht in erster Linie eine „Wohltat“ für die Bürgerinnen und Bürger ist, sondern zuallererst für die Natur und das Klima. Offenbar hat er noch nicht verstanden, dass seine Wohltaten für Porsche und andere Autofabriken in Form von „Tankrabatt“ und dem Beharren auf „E-Fuels“ als angeblich klimaschonende Brennstoffe ein Schlag ins Gesicht der weniger begüterten Bevölkerungsmehrheit und zugleich ein Vergehen an den Zukunftschancen der nachfolgenden Generationen sind. Offenbar hat Lindner noch nicht verstanden, dass die Zeiten großmäuliger Kungelei mit Wirtschaftsbossen auf Kosten der Bevölkerung endgültig vorüber sind.
Lindner ist ein Fossil aus vergangenen Zeiten. Seine Partei sträubt sich vehement gegen ein Tempolimit auf Autobahnen, während sie gleichzeitig die todbringenden Atomkraftwerke in einen gefährlichen „Streckbetrieb“ zurückholen möchte. Damit wird Lindner selbst zu einer Gefahr für die Demokratie.
Anstatt Zwietracht in die Bevölkerung zu tragen und die überholten Privilegien einiger weniger Profiteure der Klimakatastrophe mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, sollte sich die FDP endlich ihrer ökologischen und freiheitlichen Wurzeln radikaldemokratischer Altvorderer wie Gerhart Baum und Werner Maihofer besinnen. Sonst platzt nicht nur den Menschen auf Twitter der Kragen, sondern irgendwann auch den Koalitionären der – bei nachhaltiger Politik immer nur auf „Rot“ stehenden – Ampel in Berlin.

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