Gewiss ganz gesund ohne gefährlichen Mund: Nichts riskieren, amputieren!

23 Mai

Mein Beschluss ist unumstößlich. Davon bringt mich keiner mehr ab: Ich werde mir den Mund amputieren lassen.

Wenn ich meinen Mund operativ entfernen lasse, kann das mein Risiko massiv miimalisieren. Das ist sicherlich aller Mühen und Einschränkungen wert.

Wenn ich keinen Mund mehr habe, kann ich mich nicht mehr so leicht um Kopf und Kragen reden. Zumindest können missgünstige Mitmenschen dann nicht mehr hören, was ich Schlimmes über sie denke.

Wenn ich keinen Mund mehr habe, werde ich wohl nicht mehr so viel fressen wie jetzt. Dem weiteren Anwachsen meines Übergewichts setze ich so eine wirksame Hürde entgegen.

Wenn ich keinen Mund mehr habe, verringere ich das Risiko einer Leberzirrhose massiv. Denn ohne Mund findet der gefährliche Himbeergeist nicht mehr den Weg in meinen Magen und schon gar nicht bis zur Leber. Ohne Mund werde ich wohl länger leben.

Wenn ich keinen Mund mehr habe, dann ist der Weg ins Unglück beseitigt. Ohne Mund bleiben meine Angstschreie stumm und mein Blut alkoholfrei. Ohne Mund verringern sich meine Fettpolster und meine Händel mit meckernden Menschen.

Wenn ich keinen Mund mehr habe, nehme ich die notwendige Nahrung eben intravenös auf. Sicherlich werden die Ärzte dankbar sein dafür, dass ich die Kontrolle über meine Gesundheit damit ganz und gar in ihre helfenden Hände lege.

Eine Überlegung indes macht mir noch Sorgen: Auch ohne Mund werde ich meine Gemeinheiten noch aufschreiben und in diesem Blog veröffentlichen können. Sollte ich mir nicht zur Sicherheit vielleicht auch noch beide Arme amputieren lassen?

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